Verkehrsrecht
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Verkehrsrecht-Problem? Wir helfen — bundesweit, in 24 Stunden.
Bußgeld, Fahrverbot, Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug, Verkehrsunfall, Schmerzensgeld, Fahrerflucht — wir verteidigen Ihre Rechte vor Behörden und Gerichten. Kostenlose Ersteinschätzung in 24 Stunden.
Rechtsanwalt für Verkehrsrecht: Kanzlei Momberger, Düsseldorf — bundesweit
Aktualisiert am 29.05.2026 • Henrik Momberger, Fachanwalt für Verkehrsrecht • Lesezeit: 7 Minuten
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Die Kanzlei Momberger Rechtsanwälte ist seit über 25 Jahren auf Verkehrsrecht spezialisiert. 8 Fachanwälte für Verkehrsrecht verteidigen bundesweit bei Bußgeldverfahren, Fahrverbot, Punkten in Flensburg, Führerscheinentzug, Fahrerflucht, Alkohol am Steuer und allen Folgen eines Verkehrsunfalls. Bei unverschuldeten Unfällen trägt die gegnerische Versicherung die Anwaltskosten. 4,8 Sterne bei über 1.760 Google-Bewertungen. Anfrage rund um die Uhr per WhatsApp oder Online-Formular — Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Inhalt dieser Seite
1. Was ist Verkehrsrecht?
Verkehrsrecht ist die Sammelbezeichnung für alle Rechtsnormen rund um den Straßenverkehr: das Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht (Bußgeldverfahren), das Verkehrsstrafrecht (Fahrerflucht, Trunkenheit am Steuer, Gefährdung), das Verkehrszivilrecht (Unfallregulierung, Schmerzensgeld) sowie das Führerscheinrecht (MPU, Entzug, Wiedererteilung).
Im Alltag begegnet Verkehrsrecht meist als Bußgeldbescheid, als drohender Punkt in Flensburg, als Anhörungsbogen nach einem Blitzer oder als Folge eines Verkehrsunfalls. Wer hier seine Rechte kennt — und durchsetzen lässt — verhindert oft Folgen, die ohne anwaltliche Hilfe unausweichlich gewesen wären.
2. Unsere Schwerpunkte im Verkehrsrecht
Bußgeldverfahren & Punkte in Flensburg
Bei jedem Bußgeldbescheid besteht innerhalb von zwei Wochen die Möglichkeit zum Einspruch. Häufig sind Messungen fehlerhaft oder das Verfahren formell angreifbar. Wir prüfen jeden Bescheid auf Messfehler, Toleranzwerte, Verjährung und formale Mängel.
Mehr dazu: Bußgeld & Ordnungswidrigkeiten • Punkte in Flensburg 2026 • Bußgeldkatalog Geschwindigkeit 2026
Fahrverbot & Führerscheinentzug
Der Unterschied ist entscheidend: Fahrverbot (1–3 Monate, Führerschein wird zurückgegeben) versus Entzug der Fahrerlaubnis (komplett neu beantragen, oft mit MPU). Beides ist häufig durch geschickte Verfahrensführung abwendbar.
Mehr dazu: Fahrverbot abwenden 2026 — 7 Wege • MPU 2026 • EU-Führerschein 2026
Verkehrsstrafrecht: Fahrerflucht, Trunkenheit, Drogen
Hier drohen Geldstrafe, Freiheitsstrafe und Führerscheinentzug. Frühe anwaltliche Verteidigung ist entscheidend — vor jeder Aussage gegenüber der Polizei.
Mehr dazu: Fahrerflucht / Unfallflucht § 142 StGB • Alkohol am Steuer • Drogen am Steuer 2026
Verkehrsunfall & Schadensregulierung
Bei unverschuldetem Unfall trägt die gegnerische Versicherung die Anwaltskosten in voller Höhe. Wir setzen alle Ansprüche durch: Reparatur, Wertminderung, Nutzungsausfall, Mietwagen, Sachverständige, Schmerzensgeld, Verdienstausfall.
Mehr dazu: Auto-Unfall 2026 — Checkliste • Schmerzensgeld 2026 — Tabelle • Personenschaden 2026 • Fiktive Schadensabrechnung 2026 • Unfall mit Firmenfahrzeug 2026
3. Häufige Fragen zum Verkehrsrecht
Was kostet ein Rechtsanwalt für Verkehrsrecht?
Bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall trägt die gegnerische Haftpflichtversicherung die Anwaltskosten vollständig. Bei Bußgeldverfahren und Strafsachen greift in der Regel die Verkehrsrechtsschutzversicherung. Ohne Versicherung berechnen sich die Kosten nach RVG — und sind häufig deutlich geringer als das drohende Bußgeld oder der Schaden ohne Anwalt.
Ab welcher Geschwindigkeitsüberschreitung droht ein Fahrverbot?
Innerorts ab 21 km/h zu schnell (Fahrverbot ab 31 km/h), außerorts ab 26 km/h zu schnell (Fahrverbot ab 41 km/h). Zusätzlich bei zwei Geschwindigkeitsverstößen von je mindestens 26 km/h innerhalb eines Jahres wegen beharrlicher Pflichtverletzung.
Was tun bei einem Bußgeldbescheid?
Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Empfehlenswert ist die Prüfung durch einen Fachanwalt für Verkehrsrecht — Messungen sind häufig fehlerhaft, und der Einspruch kann zur Verfahrenseinstellung, Punktereduktion oder Verzicht auf das Fahrverbot führen.
Wie viele Punkte in Flensburg führen zum Führerscheinentzug?
Bei 8 Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen. Ab 4 Punkten Ermahnung, ab 6 Punkten Verwarnung. Ein freiwilliges Fahreignungsseminar kann bei 1 bis 5 Punkten einen Punkt abbauen.
Ab wann gilt man als Fahrerflucht-Täter?
Fahrerflucht nach § 142 StGB liegt vor, wenn der Unfallbeteiligte den Unfallort verlässt, ohne Feststellungen seiner Identität zu ermöglichen. Schon Bagatellschäden ab etwa 25 Euro können relevant sein. Strafen: Geldstrafe, Freiheitsstrafe bis 3 Jahre, Fahrverbot oder Führerscheinentzug.
Wann ist eine MPU notwendig?
MPU bei: Trunkenheitsfahrten ab 1,6 Promille, Drogenfahrten, Erreichen von 8 Punkten in Flensburg, wiederholten Auffälligkeiten im Straßenverkehr oder Straftaten mit Bezug zum Straßenverkehr.
Welche Schadenspositionen kann ich nach einem Verkehrsunfall geltend machen?
Reparaturkosten oder Wiederbeschaffungswert, Wertminderung, Nutzungsausfall oder Mietwagenkosten, Abschleppkosten, Sachverständigenkosten, Anwaltskosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Heilbehandlungskosten, pauschale Auslagen.
4. Was kostet ein Rechtsanwalt für Verkehrsrecht?
Drei Szenarien — drei Antworten:
- Unverschuldeter Unfall: Die gegnerische Versicherung übernimmt die Anwaltskosten zu 100 %. Für Sie kostenfrei.
- Bußgeld, Strafverfahren oder MPU: Die meisten Verkehrsrechtsschutzversicherungen decken die Anwaltskosten. Wir klären das kostenfrei für Sie vorab.
- Ohne Versicherung: Abrechnung nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Bei Bußgeldverfahren typisch 250–650 € netto — meist deutlich weniger als das drohende Bußgeld plus Folgekosten.
Eine Ersteinschätzung erhalten Sie kostenlos — per WhatsApp, Telefon oder Online-Formular.
5. Warum Kanzlei Momberger?
| 25+ Jahre Erfahrung | Spezialisierung auf Verkehrsrecht seit 1996 |
| 8 Fachanwälte für Verkehrsrecht | Höchste Spezialisierungsstufe nach BRAO |
| ADAC-Vertragsanwälte | Vertraglich anerkannte Qualität durch den ADAC |
| 4,8 Sterne / 1.760+ Bewertungen | Eines der bestbewerteten Profile in Düsseldorf |
| Bundesweite Mandate | Sie müssen nicht in Düsseldorf wohnen — alles per E-Mail, Fax, WhatsApp |
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| 24/7 erreichbar | Per WhatsApp, E-Mail oder Online-Formular — Antwort i.d.R. innerhalb 24h |
6. Alle Verkehrsrechts-Themen im Überblick
Verkehrsordnungswidrigkeit
Bußgeld • Bußgeldkatalog Geschwindigkeit 2026 • Abstandsverstoss 2026 • Rotlichtverstoss 2026 • Handy am Steuer 2026 • Bußgeldbescheid prüfen • Ordnungswidrigkeitenverfahren • Anhörungsbogen 2026
Radarfalle & Messtechnik
Radarfalle Übersicht • Geblitzt? Tipps und Tricks • Radar — technische Erläuterung • JVC/Piller CG-P50E Messfehler • Urteile zur Radarfalle
Punkte in Flensburg & Führerschein
Punkte in Flensburg 2026 • Punkte abbauen • Punkte-Verfall • Fahrverbot abwenden 2026 • MPU 2026 • EU-Führerschein 2026
Verkehrsstrafrecht
Fahrerflucht §142 StGB • Alkohol am Steuer • Drogen am Steuer 2026
Verkehrsunfall & Schadensregulierung
Auto-Unfall 2026 Checkliste • Schmerzensgeld 2026 Tabelle • Personenschaden 2026 • Mietwagen nach Unfall 2026 • Wertminderung • Nutzungsausfall
Versicherungsrecht
Verkehrsrechtsschutz 2026 • Gebrauchtwagen-Mangel 2026 • E-Scooter Recht 2026
7. Kontakt & Erstberatung
Sie erreichen uns rund um die Uhr — wir antworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden, oft schneller:
Telefon: 0211 / 280 646 0 (Mo–Fr 9:00–18:00) • WhatsApp: Direkt-Chat • Online: Kostenlose Anfrage stellen • E-Mail:
Kanzlei Momberger Rechtsanwälte • Höherweg 101 (Straßenverkehrsamt-Gebäude, 3. Etage) • 40233 Düsseldorf • Inhaber: Henrik Momberger, Fachanwalt für Verkehrsrecht.
Henrik Momberger — Fachanwalt für Verkehrsrecht
Inhaber der Kanzlei Momberger Rechtsanwälte in Düsseldorf. Seit über 25 Jahren spezialisiert auf Verkehrsrecht (Bußgeld, Punkte in Flensburg, Fahrverbot, Führerscheinentzug, Verkehrsunfall, Schmerzensgeld). Acht Fachanwälte für Verkehrsrecht im Team. ADAC-Vertragsanwalt.
Höherweg 101, 40233 Düsseldorf • 0211 / 280 646 0 • ramom.de
Alkohol am Steuer: Brauchen Sie sofort einen Anwalt?
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Alkohol am Steuer: Promillegrenzen, Strafen und MPU in Deutschland (2026)
📅 Aktualisiert am 28.05.2026 • ✍ Henrik Momberger, Rechtsanwalt • ⏱ Lesezeit: 8 Minuten
📌 KURZ ZUSAMMENGEFASST
In Deutschland gilt für die meisten Autofahrer eine Promillegrenze von 0,5 ‰ (Ordnungswidrigkeit). Ab 1,1 ‰ liegt absolute Fahruntüchtigkeit vor – eine Straftat mit Führerscheinentzug. Für Fahranfänger und unter 21-Jährige gilt die 0,0 ‰-Grenze. Ab 1,6 ‰ ist eine MPU zwingend für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis.
📖 Inhalt dieser Seite
- Promille-Grenzen im Überblick
- 0,0 ‰ – Wer muss nüchtern fahren?
- 0,3 ‰ – Ab wann strafbar?
- 0,5 ‰ – Ordnungswidrigkeit (häufigster Fall)
- 1,1 ‰ – Absolute Fahruntüchtigkeit (Straftat)
- 1,6 ‰ – MPU-Pflicht
- Strafen-Übersicht 2026
- Was tun nach Alkohol-Kontrolle?
- Führerschein weg – wie geht's weiter?
- Wann lohnt sich ein Anwalt?
- Häufige Fragen (FAQ)
Promille-Grenzen in Deutschland: Die wichtigsten Werte
Die Blutalkoholkonzentration (BAK) – umgangssprachlich Promille – entscheidet, ob das Fahren unter Alkoholeinfluss eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat ist. Der deutsche Gesetzgeber unterscheidet sechs Schwellenwerte:

Die wichtigsten Punkte zur Promille-Grenze in Deutschland:
- 0,0 ‰ – Pflicht für Fahranfänger in der Probezeit, unter 21-Jährige und Berufskraftfahrer (§ 24c StVG)
- 0,3 ‰ – Strafbarkeit nach § 316 StGB ist möglich, wenn Ausfallerscheinungen auftreten oder ein Unfall verursacht wird
- 0,5 ‰ – Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG, auch ohne weitere Anzeichen (500 € Bußgeld, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte)
- 1,1 ‰ – Absolute Fahruntüchtigkeit, immer Straftat nach § 316 StGB (Führerscheinentzug, Geldstrafe, ggf. Freiheitsstrafe)
- 1,6 ‰ – MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) ist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis zwingend
- Fahrrad: Absolute Fahruntüchtigkeit erst ab 1,6 ‰
0,0 ‰ – Wer muss komplett nüchtern fahren?
Die absolute Nullgrenze gilt in Deutschland für drei Personengruppen:
- Fahranfänger in der Probezeit (2 Jahre nach Erteilung der Fahrerlaubnis)
- Junge Fahrer unter 21 Jahren – unabhängig vom Probezeit-Status
- Berufskraftfahrer (LKW/Bus) während der Fahrt mit dem Berufsfahrzeug
Was passiert bei einem Verstoß? Wer trotz 0,0 ‰-Pflicht mit Restalkohol fährt, muss mit folgenden Konsequenzen rechnen:
- 250 € Bußgeld
- 1 Punkt im Fahreignungsregister Flensburg
- Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre (insgesamt also 4 Jahre)
- Pflicht zur Teilnahme an einem Aufbauseminar (kostenpflichtig: 300 – 500 €)
💡 Praxistipp: Bei Fahranfängern wird oft übersehen, dass auch Restalkohol vom Vortag noch zur Strafe führen kann. Der Körper baut Alkohol mit ca. 0,1 ‰ pro Stunde ab – wer um 23 Uhr mit 1,0 ‰ ins Bett geht, hat morgens um 7 Uhr noch ungefähr 0,2 ‰ im Blut.
0,3 ‰ – Ab wann macht man sich strafbar?
Bereits ab 0,3 ‰ kann eine Straftat nach § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) oder § 315c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) vorliegen – aber nur in Verbindung mit zusätzlichen Anzeichen:
- Alkoholbedingte Ausfallerscheinungen – Schlangenlinien fahren, verzögerte Reaktion, lallende Sprache, gerötete Augen
- Verursachung eines Verkehrsunfalls – die Alkoholisierung wird dann als ursächlich vermutet
- Verstöße gegen Verkehrsregeln, die ein nüchterner Fahrer nicht begangen hätte
In solchen Fällen drohen:
- Geldstrafe (in der Regel 30 Tagessätze)
- Sperrfrist von 9 bis 12 Monaten (Führerschein-Neuerteilung erst danach möglich)
- 3 Punkte in Flensburg
0,5 ‰ – Die häufigste Ordnungswidrigkeit
Die 0,5-Promille-Grenze ist die bekannteste Schwelle und gilt für die meisten erwachsenen Autofahrer. Sie wurde 2001 eingeführt und gilt nach § 24a StVG als Ordnungswidrigkeit – nicht als Straftat.
Bußgelder bei 0,5 ‰ (ohne Ausfallerscheinungen):
- 1. Verstoß: 500 € Bußgeld + 1 Monat Fahrverbot + 2 Punkte
- 2. Verstoß: 1.000 € Bußgeld + 3 Monate Fahrverbot + 2 Punkte
- 3. und jeder weitere Verstoß: 1.500 € Bußgeld + 3 Monate Fahrverbot + 2 Punkte
Wichtig: Sobald Ausfallerscheinungen hinzukommen oder ein Unfall verursacht wird, wird aus der Ordnungswidrigkeit eine Straftat nach § 316 StGB – mit erheblich höheren Konsequenzen.
1,1 ‰ – Absolute Fahruntüchtigkeit (immer Straftat)
Ab 1,1 ‰ Blutalkohol liegt nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die absolute Fahruntüchtigkeit vor – ohne dass weitere Ausfallerscheinungen nachgewiesen werden müssen. Es handelt sich um eine Straftat nach § 316 StGB.
Folgen bei 1,1 ‰ oder mehr:
- Geldstrafe – meist 30 bis 60 Tagessätze (je nach Einkommen)
- Entzug der Fahrerlaubnis – nicht nur Fahrverbot!
- Sperrfrist von mindestens 6 Monaten, in der Regel 9 bis 12 Monate
- 3 Punkte in Flensburg
- Bei Wiederholungstätern oder Unfällen: Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren
- Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis (bei Geldstrafe ab 91 Tagessätzen oder Freiheitsstrafe)
💡 Wichtig zu wissen: Der Führerschein wird in der Regel direkt vor Ort von der Polizei einbehalten. Für die Neuerteilung muss nach der Sperrfrist ein Antrag bei der Führerscheinstelle gestellt werden.
1,6 ‰ – Die MPU-Schwelle
Wer mit 1,6 ‰ oder mehr im Blut am Steuer erwischt wird, muss für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis zwingend eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) – umgangssprachlich "Idiotentest" – bestehen.
Auch Fahrradfahrer müssen ab 1,6 ‰ zur MPU, selbst wenn sie nur mit dem Fahrrad alkoholisiert unterwegs waren – und das, obwohl sie für die Trunkenheitsfahrt selbst "nur" eine Geldstrafe bekommen.
Was kostet eine MPU?
- MPU-Gebühren: 400 – 750 € (je nach Bundesland)
- Vorbereitung / Beratung: 500 – 2.000 €
- Abstinenznachweise (Urin/Haar): 100 – 500 € pro Test
- Gesamtkosten in der Praxis: häufig 1.500 – 3.500 €
⚠ Statistik: Etwa 37 % der MPU-Probanden fallen beim ersten Versuch durch. Eine professionelle Vorbereitung ist daher dringend zu empfehlen.
Strafen-Übersicht 2026 auf einen Blick
Die folgende Infografik fasst alle aktuellen Strafen für Alkohol am Steuer im Jahr 2026 zusammen – inklusive Wiederholungstaten:

Was tun nach einer Alkoholkontrolle? – Verhalten in 6 Schritten
- Ruhe bewahren. Lassen Sie sich nicht zu unbedachten Aussagen verleiten.
- Keine Angaben zur Sache machen. Sie sind verpflichtet, Ihren Namen und Adresse zu nennen – aber nicht, wie viel oder wann Sie getrunken haben.
- Atemalkoholtest ist freiwillig. Sie können ihn ablehnen. Bei Verdacht ordnet die Polizei dann allerdings eine Blutprobe an (die ist verpflichtend).
- Blutprobe akzeptieren. Eine Verweigerung kann als "Beweisvereitelung" gewertet werden und ist meist taktisch ungünstig.
- Führerschein abgeben, wenn die Polizei ihn einzieht. Eine Weigerung verschlechtert nur Ihre Position.
- Umgehend einen Fachanwalt für Verkehrsrecht kontaktieren – noch bevor Sie eine Stellungnahme abgeben. Die ersten Aussagen entscheiden oft über den Ausgang des Verfahrens.
Sofortige Beratung nötig? Wir sind für Mandanten bundesweit erreichbar – per WhatsApp oder telefonisch unter 0211 / 280 646 0.
Führerschein weg wegen Alkohol – wie geht's weiter?
Bei einer Trunkenheitsfahrt mit 1,1 ‰ oder mehr (oder mit Unfall / Ausfällen schon ab 0,3 ‰) wird der Führerschein nicht nur entzogen, sondern komplett aberkannt. Das heißt: Nach der Sperrfrist muss er neu beantragt werden.
Der Ablauf nach Führerscheinentzug:
- Sofortiges Fahrverbot – ab Beschlagnahme durch die Polizei oder Urteilskraft
- Sperrfrist – meist 9 bis 12 Monate, im Wiederholungsfall länger
- Antrag auf Neuerteilung – frühestens 6 Monate vor Sperrfrist-Ende
- MPU (bei ≥ 1,6 ‰) – muss bestanden werden
- Neue Probezeit – nicht regelmäßig, aber bei Fahranfängern relevant
Kann die Sperrfrist verkürzt werden?
Ja, das ist möglich – etwa nach § 69a Abs. 7 StGB. Voraussetzung ist meist die Teilnahme an einem verkehrspsychologischen Aufbauseminar sowie der Nachweis nachhaltiger Verhaltensänderung. Ein erfahrener Verkehrsanwalt kann diesen Antrag professionell vorbereiten.
Wann lohnt sich ein Anwalt bei Alkohol am Steuer?
Praktisch immer. Hier sind die wichtigsten Gründe:
- Messfehler bei der Blutprobe – Atemtests sind anfällig, Blutproben werden teils fehlerhaft entnommen oder ausgewertet
- Verfahrensfehler der Polizei – fehlende Belehrung, unzulässige Vorab-Tests, dokumentierte Mängel
- Strafzumessung – wir argumentieren auf niedrigere Tagessätze und kürzere Sperrfristen
- Vermeidung des Führungszeugnis-Eintrags – bei Verfahrenseinstellung oder unter 91 Tagessätzen
- Sperrfrist-Verkürzung – fachgerechter Antrag erhöht die Chancen erheblich
- MPU-Vorbereitung – wir vermitteln zu spezialisierten Verkehrspsychologen
Übrigens: Bei einer Rechtsschutzversicherung mit Verkehrsschutz übernimmt diese in der Regel die Anwaltskosten – auch bei Strafverfahren wegen Trunkenheit.
Häufige Fragen zu Alkohol am Steuer
Ab wie viel Promille darf man Auto fahren?
In Deutschland gilt für die meisten Autofahrer eine Promillegrenze von unter 0,5 ‰. Ab 0,5 ‰ liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige gilt die 0,0 ‰-Grenze. Ab 1,1 ‰ ist die Trunkenheitsfahrt immer eine Straftat.
Wie viel Promille darf man als Fahrradfahrer haben?
Für Fahrradfahrer gilt keine 0,5 ‰-Grenze. Strafbar machen sie sich ab 1,6 ‰ (absolute Fahruntüchtigkeit) oder bei Ausfallerscheinungen ab 0,3 ‰. Bei 1,6 ‰ droht eine MPU – auch für den Pkw-Führerschein.
Wie lange dauert es, bis 1,0 ‰ Alkohol abgebaut sind?
Der Körper baut Alkohol mit etwa 0,1 ‰ pro Stunde ab. Bei 1,0 ‰ dauert es also ca. 10 Stunden, bis der Promillewert auf 0,0 ‰ gesunken ist. Diese Faustformel gilt unabhängig von Kaffee, kalten Duschen oder anderen "Hausmittelchen".
Was kostet eine MPU?
Die reinen MPU-Gebühren liegen zwischen 400 und 750 €. Mit Vorbereitung, Abstinenznachweisen und ggf. Wiederholungen kommen in der Praxis häufig 1.500 bis 3.500 € zusammen.
Bekomme ich nach 1,1 ‰ den Führerschein wieder?
Ja, aber nicht automatisch. Nach Ablauf der Sperrfrist (mindestens 6 Monate, meist 9-12 Monate) muss ein Antrag auf Neuerteilung bei der Fahrerlaubnisbehörde gestellt werden. Bei Werten ab 1,6 ‰ ist eine bestandene MPU zwingend.
Kann ich den Atemalkoholtest verweigern?
Ja, der Atemalkoholtest am Straßenrand ist freiwillig. Bei begründetem Verdacht ordnet die Polizei dann allerdings eine Blutprobe an – die ist verpflichtend und kann nicht verweigert werden.
Gilt 0,0 ‰ auch für E-Scooter und Mofas?
Ja. E-Scooter sind nach Rechtsprechung des BGH als Kraftfahrzeuge einzustufen. Damit gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Pkw: 0,5 ‰ Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 ‰ Straftat. Mofas (bis 25 km/h) ebenfalls.
Was passiert bei Alkohol am Steuer als Berufskraftfahrer?
Berufskraftfahrer (LKW/Bus) unterliegen der 0,0 ‰-Grenze während der Arbeit (§ 24c StVG). Bei Verstoß: 500 € Bußgeld, 1 Monat Fahrverbot, 1 Punkt. Hinzu kommen meist arbeitsrechtliche Konsequenzen bis zur fristlosen Kündigung.
Verjährt Alkohol am Steuer?
Ja. Eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG verjährt nach 3 Monaten, wenn kein Bußgeldbescheid ergeht. Eine Straftat nach § 316 StGB verjährt erst nach 5 Jahren.
Was tun, wenn ich versehentlich mit Restalkohol gefahren bin?
Wer am Morgen nach einer Feier noch Restalkohol im Blut hat und fährt, ist nicht automatisch in besserer rechtlicher Lage als ein "normal" alkoholisierter Fahrer. Es gilt die gleiche Promille-Grenze. Der Gesetzgeber erkennt "Restalkohol-Unkenntnis" nicht als Entschuldigung an.

Henrik Momberger
Rechtsanwalt, Inhaber der Kanzlei Momberger Rechtsanwälte
Schwerpunkte: Verkehrsrecht, Verkehrsstrafrecht (insbesondere Trunkenheitsfahrten, Fahrerflucht, Punkte in Flensburg). Bundesweit tätig, Kanzlei in Düsseldorf.
📞 0211 / 280 646 0 • ✉
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- Übersicht: Verkehrsstrafrecht
Sie sind betroffen? Wir helfen Ihnen.
Kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung Ihres Falls innerhalb von 24 Stunden.
Vorwurf der Trunkenheitsfahrt? Vor jeder Aussage Anwalt einschalten.
Bei einer Trunkenheitsfahrt nach § 316 StGB drohen Geldstrafe, Freiheitsstrafe, Führerscheinentzug und MPU. Schon eine ungeschickte Aussage gegenüber der Polizei kann das Verfahren entscheiden — wir verteidigen bundesweit. Kostenlose Ersteinschätzung in 24 Stunden.
Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB): Strafe, Promille & Verteidigung 2026
Aktualisiert am 29.05.2026 • Henrik Momberger, Fachanwalt für Verkehrsrecht • Lesezeit: 8 Minuten
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Eine Trunkenheitsfahrt ist nach § 316 StGB eine Straftat. Bei Kraftfahrzeugen gilt ab 1,1 ‰ absolute Fahrunsicherheit (unwiderleglich), bei Fahrrädern ab 1,6 ‰. Schon ab 0,3 ‰ kann eine Strafbarkeit vorliegen, wenn Ausfallerscheinungen hinzukommen (relative Fahrunsicherheit). Strafen: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 1 Jahr, Führerscheinentzug mit Sperrfrist (mindestens 6 Monate), 3 Punkte in Flensburg — bei Gefährdung (§ 315c StGB) bis zu 5 Jahre Haft und 7 Punkte. Ab 1,6 ‰ regelmäßig MPU. Eine geschickte Verteidigung kann oft das Strafmaß senken, die Sperrfrist verkürzen oder eine Einstellung erreichen.
Inhalt dieser Seite
1. Was ist Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB)?
§ 316 StGB stellt das Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr unter Strafe, wenn der Fahrer infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen. Die Vorschrift gilt nicht nur für Kraftfahrzeuge, sondern auch für Fahrräder, E-Scooter, Pedelecs und Mofas.
Es wird unterschieden zwischen:
- Absolute Fahrunsicherheit: ab einer bestimmten Promillegrenze unwiderleglich (Kraftfahrzeuge: 1,1 ‰).
- Relative Fahrunsicherheit: ab 0,3 ‰, wenn Ausfallerscheinungen hinzukommen (Schlangenlinien, Unfall, langsames Reaktionsvermögen).
Zusätzlich kommt § 315c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) ins Spiel, wenn durch die Fahrt Leib, Leben oder fremdes Eigentum konkret gefährdet wurde — dann verschärft sich die Strafe erheblich.
2. Promillegrenzen 2026 — Übersicht
| Promille | Rechtsfolge |
|---|---|
| 0,0 ‰ | Fahranfänger (Probezeit, unter 21 Jahre): absolutes Alkoholverbot |
| ab 0,3 ‰ | Straftat bei Ausfallerscheinungen (relative Fahrunsicherheit, § 316 StGB) |
| 0,5–1,09 ‰ | Ordnungswidrigkeit, 500–1.500 € Bußgeld, 1–3 Monate Fahrverbot, 2 Punkte |
| ab 1,1 ‰ | Straftat (absolute Fahrunsicherheit), Führerscheinentzug, 3 Punkte |
| ab 1,6 ‰ | Wie 1,1 ‰ — plus regelmäßig MPU-Anordnung |
| Fahrrad ab 1,6 ‰ | Absolute Fahrunsicherheit beim Fahrrad — Strafverfahren + meist MPU |
3. Strafen für Ersttäter
Beim Ersttäter ohne weitere Schäden orientieren sich Gerichte an folgenden Richtwerten — bundesweite Unterschiede sind aber erheblich:
- 1,1–1,29 ‰: 30–40 Tagessätze Geldstrafe, Führerscheinentzug, Sperrfrist 9–11 Monate
- 1,3–1,59 ‰: 40–50 Tagessätze Geldstrafe, Sperrfrist 10–12 Monate
- 1,6–1,99 ‰: 50–60 Tagessätze, Sperrfrist 11–13 Monate, MPU vorprogrammiert
- ab 2,0 ‰: 60–90 Tagessätze, längere Sperrfrist, in Einzelfällen Bewährungsstrafe
- Mit Gefährdung (§ 315c StGB): Bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe, Sperrfrist 12–24 Monate, 7 Punkte
- Mit Unfall: Strafmaß erheblich höher, längere Sperrfrist
Ein Tagessatz entspricht 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens. Bei 3.000 € Netto = 100 € pro Tagessatz. 40 Tagessätze = 4.000 €.
4. Strafen für Wiederholungstäter
Bei Wiederholungstätern verschärft sich das Strafmaß deutlich. Entscheidend sind:
- Zeitabstand zur Vortat: Innerhalb von 5 Jahren wirkt sich die Wiederholung stark strafschärfend aus.
- Art der Vortat: War es bereits eine Trunkenheitsfahrt, eine Ordnungswidrigkeit oder eine andere Verkehrsstraftat?
- Promillehöhe: Bei Wiederholung mit hohem Promillewert oft Freiheitsstrafe (häufig auf Bewährung).
Sperrfristen liegen bei Wiederholungstätern typischerweise bei 12 bis 24 Monaten, gefolgt von einer MPU. Bei einer dritten Trunkenheitsfahrt droht Freiheitsstrafe ohne Bewährung.
5. Punkte in Flensburg bei Trunkenheit (Auszug FAER)
| Verstoß | Punkte |
|---|---|
| § 316 StGB Trunkenheit im Verkehr | 3 Punkte |
| § 315c StGB Gefährdung des Straßenverkehrs (alkoholbedingt) | 7 Punkte (höchste Stufe) |
| § 142 StGB Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort | 7 Punkte |
| Fahren ohne Fahrerlaubnis | 6 Punkte |
| Ordnungswidrigkeit 0,5 ‰ (Erstverstoß) | 2 Punkte |
Mehr dazu: Punkte in Flensburg 2026 — System und Verfall
6. Sonderfall Fahrrad & E-Scooter
Auch Fahrradfahrer machen sich strafbar, allerdings mit einem höheren Grenzwert: absolute Fahrunsicherheit ab 1,6 ‰. Bei E-Scootern gelten die strengeren Kfz-Grenzen (1,1 ‰), weil E-Scooter rechtlich als Kraftfahrzeuge eingestuft sind.
Auch wenn die Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad erfolgte: die Fahrerlaubnisbehörde kann nach Verurteilung den Kfz-Führerschein entziehen. Wer die anschließende MPU nicht ablegt oder durchfällt, verliert die Fahrerlaubnis dauerhaft.
Mehr dazu: E-Scooter Recht 2026 — Alkohol, Versicherung, Unfall
7. Folgen für den Führerschein und MPU
Bei jeder Verurteilung wegen § 316 oder § 315c StGB ordnet das Gericht regelmäßig die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB an. Damit verbunden ist eine Sperrfrist nach § 69a StGB — mindestens 6 Monate, typischerweise 9–24 Monate. Nach Ablauf der Sperrfrist muss der Führerschein neu beantragt werden.
Bei einem Wert ab 1,6 ‰ (oder wiederholten Verstößen) ordnet die Fahrerlaubnisbehörde im Neuerteilungsverfahren eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) an. Ohne bestandene MPU keine neue Fahrerlaubnis.
Mehr dazu: MPU 2026 — Ablauf und Vorbereitung • Fahrverbot abwenden 2026
8. Verteidigungsmöglichkeiten
Eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr ist kein Automatismus. Konkrete Ansatzpunkte für die Verteidigung:
- Atemalkohol vs. Blutalkohol: Atemalkoholmessungen sind nur unter strengen Voraussetzungen verwertbar. Bei Werten unter 1,1 ‰ ist oft ein Sachverständiger zur Methodikprüfung sinnvoll.
- Rückrechnung: Die Berechnung der Tatzeit-BAK aus einer späteren Blutprobe kann angegriffen werden — bei verzögerter Resorption oder ungeklärter Trinkmenge.
- Nachtrunk-Verteidigung: Wenn der Mandant nach der Fahrt nachweislich weitergetrunken hat, kann die Tatzeit-BAK relativiert werden.
- Ausfallerscheinungen anzweifeln: Bei relativer Fahrunsicherheit (0,3–1,09 ‰) muss die Polizei konkrete Ausfallerscheinungen dokumentieren. Lücken in der Dokumentation sind angreifbar.
- Strafmaß senken: Tagessatzhöhe an Einkommen anpassen, Bewährungsmaßstäbe ausnutzen, Sperrfristverkürzung beantragen (§ 69a Abs. 7 StGB).
- Sperrfristverkürzung: Bei Erstauffälligen und positivem Verhalten kann die Sperrfrist vor Ablauf um bis zu 3 Monate verkürzt werden.
- Verfahrenseinstellung: Bei sehr niedrigen Werten und Ersttätern manchmal Einstellung gegen Auflage möglich (§ 153a StPO).
Vorwurf der Trunkenheitsfahrt? Vor jeder Aussage gegenüber der Polizei zuerst einen Fachanwalt für Verkehrsrecht einschalten. Telefon 0211 / 280 646 0 oder WhatsApp Direkt-Chat. Kostenlose Ersteinschätzung innerhalb 24 Stunden.
9. Häufige Fragen zu Trunkenheit im Verkehr
Ab wie viel Promille ist Alkohol am Steuer strafbar?
Bei Kraftfahrzeugen liegt absolute Fahrunsicherheit ab 1,1 ‰ vor — dann automatisch Straftat nach § 316 StGB. Schon ab 0,3 ‰ kann eine Strafbarkeit vorliegen, wenn Ausfallerscheinungen hinzukommen (relative Fahrunsicherheit). Bei 0,5–1,09 ‰ ohne Ausfallerscheinungen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit.
Welche Strafe droht beim ersten Mal mit 1,2 Promille?
Beim Ersttäter typischerweise 30–40 Tagessätze Geldstrafe, Führerscheinentzug und Sperrfrist von 9–11 Monaten. Bei Berufskraftfahrern und besonderer Belastung kann eine Verfahrenseinstellung mit Auflage versucht werden.
Wann wird eine MPU angeordnet?
Regelmäßig ab 1,6 ‰ oder bei wiederholten alkoholbedingten Verkehrsverstößen, auch bei drogenbedingten Auffälligkeiten oder beim Erreichen von 8 Punkten in Flensburg.
Wird der Führerschein automatisch entzogen?
Bei einer Verurteilung wegen § 316 StGB ist die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB die Regel. Anders als beim Fahrverbot wird der Führerschein nicht zurückgegeben — er muss nach Ablauf der Sperrfrist neu beantragt werden.
Wie lange ist die Sperrfrist?
Mindestens 6 Monate, typischerweise 9–24 Monate je nach Promillewert, Vorbelastung und Tatumständen. Eine vorzeitige Verkürzung um bis zu 3 Monate ist nach § 69a Abs. 7 StGB möglich.
Was ist der Unterschied zwischen § 316 StGB und § 315c StGB?
§ 316 StGB bestraft die folgenlose Trunkenheitsfahrt. § 315c StGB greift, wenn durch die Fahrt eine konkrete Gefährdung von Leib, Leben oder fremdem Eigentum eingetreten ist — dann höhere Strafen (bis 5 Jahre Haft) und 7 Punkte.
Macht sich ein Fahrradfahrer mit Alkohol strafbar?
Ja. Absolute Fahrunsicherheit beim Fahrrad ab 1,6 ‰ (§ 316 StGB). Bei Verurteilung droht zwar kein Fahrverbot fürs Fahrrad, aber die Fahrerlaubnisbehörde kann den Kfz-Führerschein entziehen und MPU anordnen.
Kann der Verteidiger das Strafmaß senken?
Häufig ja. Tagessatzhöhe an das Einkommen anpassen, Sperrfristverkürzung beantragen, Methodikfehler der Messung angreifen, bei Erstauffälligen Verfahrenseinstellung versuchen. Eine fachanwaltliche Verteidigung kann das Endmaß oft deutlich reduzieren.
Was tun nach Polizeikontrolle mit Alkohol-Verdacht?
Identität angeben, sich nicht zur Sache äußern, vor jeder Aussage Fachanwalt einschalten. Die Frage "Wann haben Sie was getrunken?" muss nicht beantwortet werden.
Übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten?
Bei Verkehrs-Strafrechtsschutz: ja, sofern kein Vorsatz nachgewiesen wird. Bei reinem Fahrlässigkeits-Vorwurf werden die Kosten in der Regel übernommen. Wir prüfen das kostenfrei vorab.
Henrik Momberger — Fachanwalt für Verkehrsrecht
Inhaber der Kanzlei Momberger Rechtsanwälte in Düsseldorf. Seit über 25 Jahren spezialisiert auf Verkehrsrecht (Bußgeld, Punkte in Flensburg, Fahrverbot, Führerscheinentzug, Verkehrsunfall, Schmerzensgeld). Acht Fachanwälte für Verkehrsrecht im Team. ADAC-Vertragsanwalt.
Höherweg 101, 40233 Düsseldorf • 0211 / 280 646 0 • ramom.de
Anhörungsbogen erhalten? Innerhalb der Frist Anwalt einschalten.
Bei einer Ordnungswidrigkeit haben Sie das Recht zu schweigen. Jede Aussage gegenüber der Behörde kann das Verfahren entscheiden. Wir prüfen den Bescheid auf Messfehler, Verjährung und formale Fehler — bundesweit. Kostenlose Ersteinschätzung in 24 Stunden.
Ordnungswidrigkeitenverfahren 2026: Ablauf, Einspruch & Verteidigung
Aktualisiert am 29.05.2026 • Henrik Momberger, Fachanwalt für Verkehrsrecht • Lesezeit: 6 Minuten
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren (OWi) ist kein Strafverfahren, sondern verwaltungsrechtlich. Es beginnt typischerweise mit einem Anhörungsbogen, gefolgt von Bußgeldbescheid. Innerhalb von zwei Wochen ist Einspruch möglich. Das Opportunitätsprinzip gibt der Behörde Ermessen, ob sie überhaupt einschreitet. Der Betroffene hat ein Schweigerecht — Aussagen zur Sache sind nicht erforderlich. Bußgelder reichen von 5 € bis 50.000 € (bei Unternehmen bis 1 Mio. €). Häufige Fehler in Messungen, Anhörungen und Bescheiden machen den Einspruch in einem Großteil der Fälle erfolgreich.
Inhalt dieser Seite
1. Was ist eine Ordnungswidrigkeit?
Eine Ordnungswidrigkeit (OWi) ist eine rechtswidrige und vorwerfbare Handlung, die einen gesetzlich bestimmten Tatbestand erfüllt und mit einer Geldbuße belegt ist (§ 1 OWiG). Sie ist keine Straftat: Wer eine OWi begeht, macht sich nicht strafbar — es gibt keinen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis.
Im Verkehrsrecht sind die relevanten Gesetze die Straßenverkehrsordnung (StVO), das Straßenverkehrsgesetz (StVG) und die StVZO. Verstöße können Bußgeld, Punkte in Flensburg, Fahrverbot oder — in Extremfällen — die Entziehung der Fahrerlaubnis nach sich ziehen.
2. Unterschied OWi vs. Straftat
| Aspekt | Ordnungswidrigkeit | Straftat |
|---|---|---|
| Rechtsfolge | Geldbuße | Geld- oder Freiheitsstrafe |
| Behörde | Verwaltungsbehörde (Bußgeldstelle) | Staatsanwaltschaft |
| Eintragung | FAER (Flensburg), kein Führungszeugnis | Bundeszentralregister + ggf. Führungszeugnis |
| Beispiele | Geschwindigkeit, Rotlicht, Handy am Steuer | Trunkenheit (§ 316), Fahrerflucht (§ 142) |
3. Verfahrensablauf — Schritt für Schritt
- Anhörungsbogen / Zeugenfragebogen: Die Behörde schickt ihn nach Feststellung eines möglichen Verstoßes. Dort werden Sie als Betroffener bezeichnet — Sie müssen nur Ihre Personalien angeben, keine Angaben zur Sache machen.
- Ermittlung: Die Behörde wertet Messprotokolle, Zeugenaussagen und Beweismittel aus.
- Verwarnungsgeld (bis 60 €): Bei geringeren Verstößen schickt die Behörde direkt ein Verwarnungsgeld. Sie können zustimmen (Zahlung) oder ablehnen — dann folgt ein Bußgeldbescheid.
- Bußgeldbescheid: Schriftliche Sanktion mit Buße, Punkten, ggf. Fahrverbot.
- Einspruch innerhalb 2 Wochen: Frist beginnt ab Zustellung. Schriftliche Einlegung bei der Behörde.
- Vorprüfung: Die Bußgeldstelle kann den Bescheid zurücknehmen, ändern oder zur Staatsanwaltschaft abgeben.
- Hauptverhandlung: Vor dem Amtsgericht. Beweisaufnahme, Zeugen, Sachverständige.
- Urteil: Verurteilung, Freispruch oder Einstellung.
- Rechtsbeschwerde: Nur bei Bußgeld über 250 €, Fahrverbot oder Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung.
4. Rechte des Betroffenen
- Schweigerecht (§ 55 OWiG): Sie müssen keine Angaben zur Sache machen, nicht einmal zugeben, dass Sie gefahren sind. Im Anhörungsbogen reicht das Ausfüllen der Personalien.
- Akteneinsicht durch Anwalt (§ 49 OWiG): Ein Verteidiger kann die komplette Bußgeldakte einsehen — meist enthüllt das Schwachstellen der Messung.
- Recht auf Verteidiger: Ab dem Bußgeldbescheid (mit drohendem Fahrverbot oder Bußgeld > 250 €) zahlt die Verkehrsrechtsschutzversicherung in der Regel.
- Beweisantrag: Sachverständigengutachten zur Messung, Zeugenladung, Akteneinsicht in Wartungs- und Eichprotokolle des Messgeräts.
- Recht auf Hauptverhandlung: Auch wenn die Behörde den Einspruch ablehnt, müssen Sie die Hauptverhandlung erhalten.
5. Einspruch gegen Bußgeldbescheid
Der Einspruch muss innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung schriftlich bei der Bußgeldbehörde eingehen — Briefkasten reicht, kein Einschreiben nötig. Ein einzeiliger Einspruch ohne Begründung genügt, die Begründung kann später folgen.
Gründe für einen erfolgreichen Einspruch sind unter anderem:
- Messfehler: Ungeeichtes Gerät, nicht geschultes Personal, falsche Aufstellung, Toleranzwert nicht abgezogen.
- Verfahrensfehler: Verjährung (3 Monate ab Tat), falscher Adressat, formfehlerhafte Zustellung.
- Identitätsfrage: Ist der Fahrer auf dem Blitzerfoto eindeutig erkennbar? Reichen die Merkmale für eine Identifizierung?
- Vorrang anderer Verkehrsteilnehmer: Notstand oder rechtfertigende Umstände.
Mehr dazu: Bußgeldbescheid prüfen und Einspruch einlegen
6. Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht
Nach erfolglosem Vorverfahren landet die Sache vor dem Amtsgericht. Hier können Sie:
- Den Bußgeldbescheid komplett überprüfen lassen (Sachverhalt, Schuld, Strafmaß).
- Sachverständige zur Messung anhören lassen.
- Strafmaß reduzieren: Wegfall des Fahrverbots gegen Bußgelderhöhung ist ein häufiger Vergleich.
- Verfahrenseinstellung nach § 47 Abs. 2 OWiG erreichen — bei geringer Schuld oder unverhältnismäßigen Folgen.
7. Rechtsmittel: Rechtsbeschwerde
Gegen das Urteil des Amtsgerichts ist die Rechtsbeschwerde möglich, sofern eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:
- Bußgeld > 250 €
- Fahrverbot wurde verhängt
- Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (§ 80 OWiG)
Die Frist beträgt eine Woche ab Urteilsverkündung. Die Rechtsbeschwerde muss von einem Rechtsanwalt unterschrieben sein.
8. Kosten des Verfahrens
Die Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel alle Kosten — Anwaltsgebühren, Gerichtskosten, Sachverständige. Ohne Versicherung berechnen sich Anwaltsgebühren nach RVG: typisch 300–800 € netto für ein OWi-Verfahren mit Einspruch. Bei Verfahrenseinstellung trägt häufig die Staatskasse die Kosten.
Bußgeldbescheid erhalten? Wir prüfen kostenlos, ob der Einspruch sich lohnt. Telefon 0211 / 280 646 0 oder WhatsApp Direkt-Chat.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist eine Ordnungswidrigkeit?
Eine rechtswidrige Handlung, die mit Geldbuße belegt ist (§ 1 OWiG). Keine Straftat — kein Eintrag ins Führungszeugnis. Im Verkehrsrecht häufige Beispiele: Geschwindigkeit, Rotlicht, Handy am Steuer, Abstand.
Wie lange habe ich Zeit für den Einspruch?
Zwei Wochen ab Zustellung des Bußgeldbescheids. Die Frist ist eine Ausschlussfrist — ein Tag zu spät bedeutet Bestandskraft.
Muss ich Angaben zur Sache machen?
Nein. Sie haben ein Schweigerecht. Im Anhörungsbogen geben Sie nur Personalien an, keine Angaben zum Tathergang. Aussagen können später nicht zurückgenommen werden.
Was kostet ein Anwalt bei einer Ordnungswidrigkeit?
Bei Verkehrsrechtsschutzversicherung: deckt Anwalts- und Gerichtskosten. Ohne Versicherung typisch 300–800 € netto nach RVG — meist deutlich weniger als drohendes Bußgeld plus Folgekosten.
Wann verjährt eine Ordnungswidrigkeit?
Bei Verkehrs-OWi grundsätzlich 3 Monate ab Tat — solange kein Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid zugestellt wurde. Nach Zustellung gilt die Verjährung als unterbrochen.
Wie kann ich ein Fahrverbot vermeiden?
Bei drohendem Fahrverbot kann ein Sachverständiger Messfehler nachweisen oder das Gericht das Fahrverbot gegen erhöhtes Bußgeld aussetzen (bei beruflicher Härte). Auch eine sogenannte Verkehrserziehung kann den Wegfall bewirken.
Was passiert, wenn ich den Bußgeldbescheid ignoriere?
Nach Ablauf der Einspruchsfrist wird der Bescheid bestandskräftig. Punkte und Fahrverbot werden vollstreckt. Eine spätere Anfechtung ist nicht mehr möglich.
Kann ich auf Bußgeld zahlen verzichten und nur Punkte akzeptieren?
Nein. Bußgeld und Punkte gehören zusammen. Sie können nur den gesamten Bescheid anfechten oder akzeptieren.
Henrik Momberger — Fachanwalt für Verkehrsrecht
Inhaber der Kanzlei Momberger Rechtsanwälte in Düsseldorf. Seit über 25 Jahren spezialisiert auf Verkehrsrecht (Bußgeld, Punkte in Flensburg, Fahrverbot, Führerscheinentzug, Verkehrsunfall, Schmerzensgeld). Acht Fachanwälte für Verkehrsrecht im Team. ADAC-Vertragsanwalt.
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Punkte in Flensburg? Tilgung und Abbau richtig nutzen.
Punkte verfallen nicht automatisch — es gilt eine Tilgungsfrist von 2,5 oder 10 Jahren je nach Schwere. Neue Verstöße können die Tilgung verzögern. Wir prüfen Ihren Punktestand und beraten zu Abbau und Wiedererteilung. Kostenlose Ersteinschätzung in 24 Stunden.
Punkte Flensburg Verfall 2026: Tilgung, Löschung und Abbau richtig verstehen
Aktualisiert am 29.05.2026 • Henrik Momberger, Fachanwalt für Verkehrsrecht • Lesezeit: 6 Minuten
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Punkte in Flensburg verfallen nicht im klassischen Sinn. Statt eines Verfalls gibt es eine Tilgungsfrist: 2,5 Jahre bei Ordnungswidrigkeiten mit 1 Punkt, 5 Jahre bei 2 Punkten, 10 Jahre bei Straftaten (z. B. Trunkenheit, Fahrerflucht). Nach Ablauf der Tilgungsfrist werden die Punkte nicht mehr berücksichtigt; nach einem zusätzlichen Jahr Überliegezeit werden sie endgültig gelöscht. Neue Punkte verlängern die Tilgungsfrist der alten Punkte nicht (Tilgungshemmung wurde 2014 abgeschafft). Bei 1–5 Punkten kann ein freiwilliges Fahreignungsseminar einen Punkt abbauen.
Inhalt dieser Seite
1. Verfall vs. Tilgung vs. Löschung
Streng juristisch gibt es keinen "Verfall" von Punkten in Flensburg. Die korrekten Begriffe sind:
- Tilgung: Nach Ablauf der Frist werden die Punkte bei der Beurteilung nicht mehr berücksichtigt. Sie stehen aber noch im Register.
- Überliegezeit: Ein zusätzliches Jahr nach Tilgung, in dem die Punkte noch sichtbar bleiben — damit eventuelle neue Verstöße aus alter Tat dazu kommen können.
- Löschung: Nach Tilgung + Überliegezeit werden die Punkte endgültig aus dem Fahreignungsregister (FAER) gelöscht.
2. Tilgungsfristen 2026 (FAER, § 29 StVG)
| Art des Verstoßes | Punkte | Tilgungsfrist | Total bis Löschung |
|---|---|---|---|
| Ordnungswidrigkeit | 1 Punkt | 2 Jahre 6 Monate | 3 Jahre 6 Monate |
| Ordnungswidrigkeit mit Fahrverbot | 2 Punkte | 5 Jahre | 6 Jahre |
| Straftat ohne Fahrerlaubnisentzug | 2 Punkte | 5 Jahre | 6 Jahre |
| Straftat mit Fahrerlaubnisentzug | 3 Punkte | 10 Jahre | 11 Jahre |
3. Ab wann läuft die Tilgungsfrist?
Die Tilgungsfrist beginnt mit der Rechtskraft des Bußgeldbescheids oder Urteils — nicht mit der Tatbegehung. Bei einem Bußgeldbescheid: Datum des Zugangs + 2 Wochen Einspruchsfrist. Bei einem Urteil: Datum der Rechtskraft.
Seit der Reform 2014 gilt: Neue Punkte verlängern die Tilgungsfrist der alten Punkte nicht mehr. Jede Tat hat ihren eigenen, festen Tilgungs-Countdown — unabhängig von neuen Verstößen.
4. Berechnungs-Beispiele
Beispiel 1: 22. km/h zu schnell innerorts (1 Punkt). Bußgeldbescheid am 15. März 2026 rechtskräftig.
→ Tilgung: 15. September 2028 • Löschung: 15. September 2029
Beispiel 2: Trunkenheit am Steuer mit 1,3 ‰ (3 Punkte, Führerscheinentzug). Urteil rechtskräftig 10. Januar 2026.
→ Tilgung: 10. Januar 2036 • Löschung: 10. Januar 2037
Beispiel 3: Drei Verstöße mit je 1 Punkt — am 1. 1. 2025, 1. 1. 2026, 1. 1. 2027 rechtskräftig.
→ Tilgung 1: 1. 7. 2027 • Tilgung 2: 1. 7. 2028 • Tilgung 3: 1. 7. 2029. Punktestand sinkt schrittweise.
5. Punkte abbauen — Fahreignungsseminar
Wer 1 bis 5 Punkte hat, kann durch ein freiwilliges Fahreignungsseminar einen Punkt abbauen. Voraussetzungen:
- Stand 1–5 Punkte zum Zeitpunkt der Anmeldung
- Letzter Abbau muss mindestens 5 Jahre her sein
- Seminar besteht aus zwei Teilen: verkehrspädagogisch (90 min × 2) und psychologisch (75 min × 2)
- Kosten: typischerweise 350–500 €
Wichtig: Über 6 Punkte ist kein Abbau mehr möglich. Dann hilft nur, durch Verstreichen der Tilgungsfristen wieder unter 6 Punkte zu kommen.
6. Punkteauskunft beim KBA
Eine kostenlose Auskunft über den eigenen Punktestand erteilt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg:
- Online mit eID-Funktion des Personalausweises
- Postalisch mit beglaubigter Ausweiskopie
- Persönlich in Flensburg (Termin)
Die Auskunft ist kostenlos und enthält alle eingetragenen Verstöße mit Datum und Tilgungstermin.
Punktestand prüfen oder Verstoß abwehren? Wir prüfen Ihren Fall kostenlos. Telefon 0211 / 280 646 0 oder WhatsApp Direkt-Chat.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann verfallen Punkte in Flensburg?
Punkte verfallen nicht im klassischen Sinn. Es gilt eine Tilgungsfrist von 2,5 Jahren (1 Punkt), 5 Jahren (2 Punkte) oder 10 Jahren (3 Punkte) plus 1 Jahr Überliegezeit bis zur endgültigen Löschung.
Verlängern neue Punkte die Tilgung der alten?
Nein. Seit der Reform 2014 hat jede Tat ihren eigenen, festen Tilgungs-Countdown — neue Verstöße verlängern die alten Tilgungsfristen nicht mehr.
Wann beginnt die Tilgungsfrist?
Mit der Rechtskraft des Bußgeldbescheids (Zugang + 2 Wochen Einspruchsfrist) oder der Rechtskraft des Urteils — nicht mit der Tat selbst.
Wie kann ich einen Punkt abbauen?
Bei 1 bis 5 Punkten durch freiwilliges Fahreignungsseminar (kostet 350–500 €). Letzter Abbau muss mindestens 5 Jahre zurückliegen. Über 6 Punkte ist kein Abbau mehr möglich.
Wie viele Punkte führen zum Führerscheinentzug?
Bei 8 Punkten Entziehung der Fahrerlaubnis. Ab 4 Punkten erhalten Sie eine Ermahnung, ab 6 eine Verwarnung.
Wie erfahre ich meinen aktuellen Punktestand?
Kostenlose Auskunft beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg — online mit eID, postalisch mit beglaubigter Ausweiskopie oder persönlich.
Kann der Anwalt die Punkte vorzeitig löschen lassen?
Nein, eine vorzeitige Löschung ist nicht möglich. Aber der Anwalt kann den ursprünglichen Verstoß anfechten — wenn der Bußgeldbescheid aufgehoben wird, entfallen die Punkte automatisch.
Henrik Momberger — Fachanwalt für Verkehrsrecht
Inhaber der Kanzlei Momberger Rechtsanwälte in Düsseldorf. Seit über 25 Jahren spezialisiert auf Verkehrsrecht (Bußgeld, Punkte in Flensburg, Fahrverbot, Führerscheinentzug, Verkehrsunfall, Schmerzensgeld). Acht Fachanwälte für Verkehrsrecht im Team. ADAC-Vertragsanwalt.
Höherweg 101, 40233 Düsseldorf • 0211 / 280 646 0 • ramom.de
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BGH Rechtsprechung Verkehrsrecht Beitragsanzahl: 227
Wichtige Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Verkehrsrecht. Hier finden Sie ausführliche Darstellungen der bedeutendsten BGH-Urteile zur Kfz-Schadensregulierung, Unfallschadensabwicklung und verwandten Themen.

